Mein Name ist Gregor, ich lebe in Berlin, und ich bin davon überzeugt, dass die Zukunft gut ausgehen kann — wenn wir anfangen, sie ernsthaft zu entwerfen.

Science-Faction ist aus einer Frustration entstanden. Nicht mit dem Genre, sondern mit dem, was aus ihm geworden ist: ein Katalog von Katastrophen. Klimakollaps, KI-Aufstand, Überwachungsstaat, Pandemie, Krieg. Als wäre Dystopie der Standardzustand des spekulativen Denkens. Als könnten wir uns eine bessere Welt schlicht nicht mehr vorstellen.

Das sehe ich anders.

Science Fiction als Diskurs, nicht als Prophezeiung

Jules Verne hat 1865 Menschen zum Mond geschossen — nicht als Warnung, sondern als Einladung. H. G. Wells hat 1898 den Krieg der Welten beschrieben und dabei eigentlich über Kolonialismus geschrieben: Was fühlt es sich an, das Objekt einer überlegenen Macht zu sein? Isaac Asimov hat die Frage, ob Maschinen denken können, in 500 Kurzgeschichten durchgearbeitet, bevor irgendjemand das Wort Künstliche Intelligenz kannte.

Das ist Science Fiction auf der Höhe ihrer Möglichkeiten: ein Denkwerkzeug, das Zukünfte entwirft, um die Gegenwart besser zu verstehen. Kein Orakel. Kein Horrorfilm. Ein Diskurs.

Science Fiction ist nicht die Literatur der Zukunft. Sie ist die Literatur der Möglichkeiten.

Warum dieser Blog

Ich schreibe über Technologien, die gerade entstehen: Kernfusion, Neuroimplantate, Terraforming, neue Antriebssysteme, Solarpunk-Architektur. Nicht als Technikjournalist, der Pressemitteilungen zusammenfasst — sondern als jemand, der fragt: Was bedeutet das? Wohin führt das, wenn wir es wirklich durchziehen? Wer entscheidet, wie es eingesetzt wird?

Die Artikel auf Science-Faction sollen Voraussetzungen schaffen. Wer die Technologie versteht, kann mitdiskutieren. Wer mitdiskutiert, kann mitgestalten. Wer mitgestaltet, muss nicht hoffen — der kann handeln.

Die Kurzgeschichten

Der zweite Teil des Projekts sind Kurzgeschichten — im Geist von Verne, Wells und Asimov. Keine Dystopien. Oder: nicht nur Dystopien.

Die Geschichten stellen technische Lösungen in den Mittelpunkt, die heute bereits existieren, und beschreiben eine Zukunft, in der sie wirken. Manchmal positiv. Manchmal kritisch — aus der Perspektive einer Zukunft, die auf unsere Gegenwart zurückschaut und fragt: Warum habt ihr das so lange ignoriert?

Verne hat nicht gewusst, dass Menschen wirklich zum Mond fliegen würden. Aber er hat die Idee in die Welt gesetzt. Das ist genug.

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